michael lissek

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take me home

oder: ist es überhaupt gesang?


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let's just imitate the real
until we find a better one.
the notwist

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DIE ZEIT: welchen phil-collins-song sollen die menschen in hundert jahren erinnern?
PHIL COLLINS: vielleicht 'take me home'. es ist ein song, der, mehr als die anderen songs, den fans gehört.
zeitmagazin, 30.9.2010

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jeden sonntag abend singen sie karaoke in einer bowling-bahn in berlin. dave. willy. jenny. rene. 25 andere. 50 andere. an den reglern DJ ilja. sie singen: phil collins. country-songs. barry manilow. schlager.

alle haben sie eine geschichte zu erzählen. und sie benutzen die SONGS (von anderen), um diese geschichte auszudrücken. von toten vätern, verhunzten kindheiten, verlorenen kindern, fehlendem selbstwertgefühl.

take me home ist kein stück über karaoke. die karaoke-bar ist bloß die topographische schnittstelle von biographien. von menschlichen stimmen.

take me home beschreibt die hoffnung, eine ausdrucksmöglichkeit zu finden; etwas mitzuteilen, was jenseits (oder diesseits) des eigenen sagens liegt. der gesang ist keine musik (im eigentlichen sinn), sondern o-ton (im uneigentlichen sinn), der vom körper (und damit: der biographie) der singenden ERZÄHLT...


text, aufnahmen, realisation: michael lissek

redaktion: walter filz, SWR 2

erstausstrahlung: 15. februar 2009

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"take me home" wurde zwischen dem 27. und 30. mai 2010 auf dem DEEP WIRELESS FESTIVAL TORONTO als installation präsentiert 

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