michael lissek

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kaiser käthe terrier.

oder:

welche bedeutung haben bundestrainer?

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staatstragend

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nehmen wir drei bundestrainer der deutschen fußball-nationalmannschaft und ordnen ihnen ihre spitznamen zu: franz beckenbauer, genannt „der kaiser“, hans hubert vogts, „der terrier“, und rudi völler, bekannt als „tante käthe“:  dann fällt auf, daß wir es hier mit drei typischen deutschen „images“ oder „mirages“ zu tun haben. bildern also, in denen „der deutsche“ sich wiederzufinden vermeint. der „kaiser“, das steht für den souveränen, weltmännischen und glatten erfolgstyp; „tante Käthe“, das ist der kumpel von nebenan; und der „terrier“, das wäre der verbissene, krampfhaft und unelegant nach erfolg strebende und „über den kampf zum spiel findende“ typus.

berti vogts war der bisher unbeliebteste deutsche bundestrainer. allen voran der boulevard, das sprachrohr der massen, haßte ihn und machte ihn zur negativprojektion des deutschen fußballfans. dabei war vogts statistisch gesehen der erfolgreichste aller deutschen bundestrainer. warum also diese ablehnung gegen vogts? spielen hier ressentiments gegen ein ungewolltes selbstbild eine rolle? und wer „macht“ eigentlich den bundestrainer: die medien? der dfb? oder der trainer sich selber?

„kaiser käthe terrier“ nimmt das spiel mit images und trugbildern auf. moderiert wird das ganze von werner hansch.

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regie: michael lissek

produktion: rbb 2004

länge: 24 minuten


kritik in der süddeutschen zeitung